Wiederverzauberung

Was dieses Projekt ist

Wiederverzauberung meint eine Weise, die Welt zu erfahren: als etwas Lebendiges, als bedeutsam, als schützenswert. Viele Menschen kennen diesen Eindruck auch ohne das Wort dafür, etwa beim Anblick eines alten Baums, beim Bau einer eigenen Anlage oder beim Verstehen, woher Wasser, Strom und Lebensmittel kommen. Die Welt als etwas zu sehen, das eigene Wesenhaftigkeit hat, verändert den Umgang mit ihr. Das Vorhaben Wiederverzauberung fragt, was diese Erfahrung im Alltag, in der Arbeit an einem Ort und im Umgang mit Technik bedeutet.

Warum es unter dem Dach des INTW steht

Das INTW ist Träger des Vorhabens. Trägerschaft heißt hier: Das Institut gibt der Wiederverzauberung einen organisatorischen Rahmen, für Verträge, Finanzen und den praktischen Betrieb. Inhaltlich ist das Vorhaben eigenständig. Es hat eigene Themen, eigene Texte, eine eigene Stimme. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung: Das INTW arbeitet an der Frage, wie Technik den Ort stärkt, und die Wiederverzauberung fragt nach der Haltung, in der das geschieht. Nachhaltigkeit, die nur aus Rechenwerken besteht, überzeugt auf Dauer nicht. Eine Welt, die nur bestaunt und nicht erhalten wird, bleibt ein Bild. Beides zusammen hält die Mitte.

Was daraus entstehen soll

Das Vorhaben steht am Anfang. Entstehen sollen Texte, Gespräche und Veranstaltungen: Essays, die einen Gedanken sauber zu Ende führen, Formate, in denen Menschen über ihre Erfahrungen an einem Ort sprechen, und Begegnungen, die Wissen weitergeben. Der öffentliche Bestand wächst, wie bei den anderen Seiten des INTW. Termine werden angekündigt, sobald sie feststehen, nicht früher.

Was dieses Vorhaben nicht ist

Die Wiederverzauberung ist keine spirituelle Gemeinschaft: keine Mitgliedschaft, keine Aufnahme, keine Lehre. Sie macht keine Heilsversprechen, verspricht keine Heilung und verkauft keine Weltdeutung. Sie müssen nichts glauben, um diese Texte zu lesen, und niemand muss einer Meinung folgen, um mitzureden. Die Haltung des Vorhabens ist Achtung vor allem, was eigene Innenwelt zeigt. Diese Haltung ist respektvoll, aber sie drängt niemandem etwas auf.