Was in einer Krise zuerst fehlen würde

Egal welcher Art von Krise unsere Gesellschaft begegnen mag (hoffentlich überhaupt keiner!), eines haben alle Szenarien gemeinsam: Es gibt bestimmte Dinge, die praktisch schlagartig nicht mehr ohne weiteres verfügbar wären. Manches davon ist für jeden offensichtlich, anderes mag vielleicht überraschen. Wer auf Notfälle vorbereitet sein möchte, sollte die folgende Liste jedenfalls gut kennen.

Saatgut

Es gibt ja durchaus noch einige Menschen, welche Gemüse und Salat im eigenen Garten anbauen. Aber mal ehrlich, wo kommt das Saatgut dafür her? Wie viele vermehren noch ihre eignen Saaten bzw. Sorten? Überwiegend werden Pflanzensamen „just in time“ im Bau- oder Gartenmarkt gekauft. Wenn es dort nichts mehr zu kaufen gibt, bleibt der Garten im nächsten Frühjahr leer. Die Wenigen, welche eigenes Saatgut haben, werden nicht über ausreichende Mengen verfügen, um es mit Gott und der Welt zu teilen.

Hühner, Schweine, Kühe und andere Nutztiere

In Wirklichkeit sind diese Tiere ohnehin schon fast vollständig aus unserem Alltag verschwunden. Fleisch, Eier und Milchprodukte werden aus ganz Europa heran gekarrt, die lokale Produktion reicht nicht einmal für einen Bruchteil der Bevölkerung. Die Nachzucht funktioniert nicht von heute auf morgen. Bleibt der Nachschub einmal aus, wird es binnen weniger Wochen absolut unmöglich werden, Tiere oder von Tieren gewonnene Nahrung zu kaufen.

Salz

Schon in der Steinzeit wurde Salz über weite Strecken gehandelt. Die wenigsten Gegenden in Europa verfügen über eigene Vorkommen. Sowohl für den alltäglichen Bedarf, als auch zum Konservieren von Nahrung ist es aber unverzichtbar.

Einmachgläser und Zubehör

Vorräte für den Winter einzukochen ist zu einem relativ obskuren Hobby geworden. Die meisten Menschen besitzen weder Gläser noch einen Einkochtopf oder sonstiges Zubehör. In der Regel gibt es diese Dinge zwar problemlos zu kaufen, die meisten Geschäfte halten aber wegen der geringen Nachfrage keine großen Vorräte. Sollten aus irgend einem Grund breitere Teile der Bevölkerung ein Interesse am Einkochen entwickeln, wäre das Angebot sehr schnell erschöpft.

Tee, Kaffee, Tabak, Gewürze,…

Eigentlich selbstverständlich, diese Dinge galten in früheren Zeiten schließlich nicht umsonst als exotischer Luxus.

Seife und Waschmittel

Das Wissen um die Herstellung von Seife und anderen Reinigungsmitteln ist, bis auf wenige Fachleute in der Industrie, praktisch ausgestorben. Viele Krankheiten und Parasiten sind in unserer Gesellschaft nur deswegen selten geworden, weil wir uns und unsere Kleidung regelmäßig waschen.

(Hand-)Werkzeug und Gartengerät

Wie pflanzt man Gemüse und Getreide an, wenn es am Diesel für den Traktor fehlt? Womit löst man eine so „primitive“ Aufgabe wie das Bohren eines Lochs, wenn kein Strom für die Bohrmaschine da ist?

Kerzen, Petroleumlampen,…

Wir haben uns daran gewöhnt, immer und überall auf Knopfdruck Licht zur Verfügung zu haben. Dunkelheit macht uns unsicher. Die Funktion von Glühbirne und Co. hängt aber von einem Stromnetz ab, welches schon in seinen besten Zeiten von so manchem Ausfall geplagt wird. Bei regelmäßigem Gebrauch halten die meisten Taschenlampen-Batterien nur wenige Stunden.

Feuerzeuge, Streichhölzer oder andere Feueranzünder

Auch eine Bequemlichkeit, an die wir uns sehr gewöhnt haben. Ohne diese kleinen Helfer ein Feuer zu machen, gestaltet sich überraschend schwierig. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie verbrauchen sich ziemlich schnell und sind relativ komplex in der Herstellung.

Alles was hier aufgeführt wurde, wird sehr schnell verschwinden und ist mehr oder minder lebensnotwendig.

Es lohnt sich also, ein wenig darüber nachzudenken. Vielleicht lässt sich ja das Know-How erwerben, um einige der Dinge auf dieser Liste bei Bedarf selber herstellen zu können? Rechtzeitig den einen oder anderen Vorrat anzulegen kann natürlich auch nie schaden.

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