Bio-Produkte sind reicher an Vitaminen und Nährstoffen

Lebensmittel ohne gentechnisch veränderte Bestandteile, ohne Pestizide und Herbizide, sind besser für die Umwelt und für unsere Gesundheit. So viel ist heutzutage weitestgehend unumstritten. Wenn es um den Gehalt an Nährstoffen geht, werden konventionelle Produzenten allerdings nicht müde, zu behaupten ihre Produkte wären gleichwertig.

Wenn man Kühe permanent in einem Stall hält (bestenfalls mit ein paar Quadratmetern „Gefängnishof“ im Freien) und sie mit Maissilage füttert, liefern sie also genau die gleiche Milch, wie ihre Verwandten auf der chemiefrei gepflegten Weide oder Hochalm? Bewegung, Sonnenschein und Futterzusammensetzung, alles „wurscht“? Der Hausverstand legt eine andere Vermutung nahe. Die Wissenschaft zum Glück auch.

Gerade die Milchwirtschaft ist ein gutes Beispiel dafür, wie gravierend der Unterschied im Endergebnis sein kann. Egal ob in Österreich, in Italien oder in Griechenland. Egal ob die Milch von Schafen, Ziegen oder Kühen untersucht wurde, das Ergebnis war immer konsistent: Bio-Milch hat, gerade was die enthaltenen Fette angeht, eine völlig andere Zusammensetzung als ihr agrarindustrielles Pendant.

Milch und Käse aus Bio-Produktion weisen unter anderem erheblich höhere Anteile an konjugierter Linolsäure, sowie an Omega3-Fettsäuren auf. Als Hauptursache für den Unterschied nennen die Autorinnen und Autoren der einzelnen Studien ziemlich einhellig die weit auseinandergehenden Fütterungspraktiken der beiden Produktionsmethoden.

Hält man Schaf, Ziege und Rind konventionell, also so, wie es unsere Vorfahren bis vor wenigen Jahrzehnten ausschließlich getan haben, erhält man wertvolle, gesundheitsfördernde Nahrung. Aus Massentierhaltung mit Mais, Soja und Getreide, dem Fastfood-Äquivalent der Pflanzenfresser, eher nicht.

Die Differenzen beschränken sich aber nicht nur auf Nahrung tierischen Ursprungs. In einer Studie der Universität von Kalifornien wurden beispielsweise Tomaten über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg miteinander verglichen und auf ihren Gehalt an Flavonoiden hin untersucht. Das Ergebnis: Bio-Tomaten enthielten zwischen 79 und 97 Prozent mehr der wertvollen, gegen freie Radikale im Körper wirksamen Pflanzenstoffe.

Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte aus Bio-Produktion leisten also definitiv nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz, sondern sind auch nachweisbar nahrhafter.

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